Marco im Wunderland, Teil 2

12. Juni 2008

23. Mai – wieder eine Tour in die Pflanzenwelt der Rhön. Trotz trist-grauen Wetters gab es viel zu sehen und zu fotografieren. In der thüringischen Rhön war eine besondere Rarität der Orchideenflora zu sehen: die Hybride von Ohnsporn und Helm-Knabenkraut, Orchis × spuria. Die farbenprächtigen Pflanzen waren genau richtig in Blüte, ebenso wie die Elternarten. Ein schöner Farbkontrast zum gelben Hornklee.
 


 
Anschließend noch eine Fahrt über die Hohe Rhön. Die Vegetation war bereits erstaunlich weit vorangeschritten: Trollblumen in Hochblüte, Wilde Stiefmütterchen blühten schon und der Platanenblättrige Hahnenfuß war am Aufblühen. Außerdem gabs unter anderem in den Wäldern Silberblatt und Glänzenden Kerbel zu sehen, in nassen Quellsümpfen Wald-Läusekraut und Breitblättriges Knabenkraut und auf den Bergwiesen Knolligen Hahnenfuß.
 
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Bildstrecke: Mai in der Rhön

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Abend in der Kuppenrhön: Streuobstwiese bei Öttersbachneugierige Rinder am WeiherbergAbend in der Kuppenrhön, Blick vom Grabenhöfchen über den Schwarzenhauck zur Ebersburgfrisches Frühlingsgrün am TeufelsteinBizarre Felsformationen am TeufelsteinBach-Nelkenwurz (Geum rivale), in der Rhön Herrgottsglöckchen genanntManns-Knabenkraut (Orchis mascula) auf dem Weyherser JudenfriedhofManns-Knabenkraut (Orchis mascula) auf dem Weyherser JudenfriedhofManns-Knabenkraut (Orchis mascula) im AbendlichtManns-Knabenkraut (Orchis mascula) im AbendlichtBasaltblockhaldeWolliges Zackenmützenmoos (Racomitrium lanuginosum)Teufelsklaue oder Tannen-Bärlapp (Huperzia selago)Knöllchen-Steinbrech (Saxifraga granulata)Kleines Knabenkraut (Anacamptis morio)Rhön-Panorama bei Dietershausen: von links Stellberg, Milseburg, Maulkuppe, Teufelstein, Weiherberg, Giebelrain (vorne), Wasserkuppe, Haimberg (vorne), Pferdskopf und EubeBlick zum Giebelrain und Haimberg, dahinter Wasserkuppe und PferdskopfFoto fürs neue Werbeprospekt: mein Heimatdorf Dietershausen vor der Kulisse des Giebelrainsdie romanisch-gotische Wehrkirche St. Bartholomäus in Dietershausenspätgotisches Fresko in der Pfarrkirche DietershausenNaturdenkmal TeufelsteinPhonolithfelsen am TeufelsteinPhonolith-Felsformationen am TeufelsteinHeidelbeere (Vaccinium myrtillus)die angeblich 1000jährige Gerichtslinde in SchenklengsfeldLothringer Lein (Linum leonii)Lothringer Lein (Linum leonii)Ein Rosenkäfer (Cetonia aurata) auf dem Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)Die Korallenwurz (Corallorhiza trifida) blühte in diesem Jahr sehr zahlreichKalkflachmoor bei Geblar+++ VERMISST! +++ Das Supermodel Orchis × spuria, hier mit ihren Eltern Ohnsporn und Helm-Knabenkraut, wurde zwischen dem 24. und 27. Mai entführt. +++ Vom Pflanzenräuber fehlt jede Spur +++Orchis × spuria, die Hybride von Ohnsporn (Orchis anthropophora) und Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)Orchis × spuria, die Hybride von Ohnsporn (Orchis anthropophora) und Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)Orchis × spuria, die Hybride von Ohnsporn (Orchis anthropophora) und Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)Ohnsporn (Orchis anthropophora)Ohnsporn (Orchis anthropophora)Knollige Platterbse (Lathyrus tuberosus)Wildes Stiefmütterchen (Viola tricolor)Hunds-Veilchen (Viola canina)

 

Ein Kommentar zu “Marco im Wunderland, Teil 2”

  1. Marco Klüber


  2. Ein trauriger Nachbericht: der schöne Orchideenstandort wurde geplündert.
    Mich erreichte folgende Zuschrift eines Orchideenfreundes:

    “Zum Glück warst du noch am 23.05. da. Ich war ja am 24.05. da und da war noch alles ok. 3 Tage später fand ich dann die frischen Grablöcher. Wahrscheinlich wurden sie am Morgen des 27.05. ausgegraben. Die Erde war trotz der Trockenheit noch recht feucht und wurde dann wieder über die Grablöcher gedeckt. Wirklich einfach nur ärgerlich. Auf deiner Homepage zeigst du genau die Pflanzen, die es erwischt hat. Der stattliche Hybrid den man gleich am Anfang des Berichtes sieht ist sicherlich der neben dem Pärchen? Dieser schöne Kerl wurde ausgegraben:-( Das Pärchen wurde zwar nicht ausgegraben, aber der Spatenidiot hat sie einfach komplett platt gewalzt. Weiter hinten hat er dann beim Ohnsporn zugeschlagen. Auch hier wurden die Ohnsporne im näheren Umkreis einfach platt gemacht. So einen müsste man wirklich mal erwischen, aber die Strafen für solche Leute sind einfach viel zu gering. Vielleicht hängt das Ausgraben ja sogar mit der großen Führung zusammen. Habe nämlich gehört, dass am Sonntag den 25.05 eine große Führung durch das Gebiet gegangen sein soll, da sind halt manchmal auch falsche Leute dabei…, aber jetzt ist es ja sowieso zu spät.”

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