Alpen


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Nachfolgend die Reportagen:

Monte Disgrazia


 
Wer in der Bernina-Gruppe unterwegs ist, dem wird früher oder später ein gewaltiger freistehender Drachenrücken in südwestlicher Blickrichtung auffallen. Monte Disgrazia heißt dieser Berg, Unglücksberg. Ein Berg, der unweigerlich fasziniert und den Wunsch weckt, einmal oben zu stehen. Dass das kein ganz einfaches Unterfangen ist, erscheint auf den ersten Blick klar. Doch wie geht man mit dem zwiespältigen Gefühl, das dieser Name verursacht, um?
 

Pleisenspitze


 
Inzwischen hat es sich auch bis ins tiefste Frankenland herumgesprochen, dass das Schneeschuhgehen »in« ist. Aufgrund chronischen Schneemangels in der heimischen Rhön ist der logistische Aufwand dafür zwar relativ hoch, aber es gibt ja glücklicherweise auch schnell erreichbare Ziele am nördlichen Alpenrand. Der Blick auf die Karte zeigt: die Pleisenspitze ist ein perfekter Schneeschuhberg, sichere Verhältnisse vorausgesetzt. Und so machen sich zwei Preißn auf den Weg zur Pleisn.

Fanes


 
Am Falzarego-Pass, westlich von Cortina d’Ampezzo, blickt ein versteinerter Herrscher ins Land. Dem Fanes-Epos zufolge war er ein König voller Falschheit, ein »fautso rego«, wie die Ladiner sagen. Dieser habgierige Regent verriet sein Reich und gab es dem Untergang preis. Doch was ist davon geblieben? Der komplexe, umfangreiche Sagenzyklus weist den Weg zu geschichtsträchtigen, geheimnisvollen Stätten und zu unvergleichlichen, einsamen Naturschönheiten in der Fanes.

Antelao


 
Im Bücherregal meines Vaters steht ein altes Buch von Luis Trenker mit einem Bild des Antelao darin. Es zeigt den als »Dolomitenkönig« bezeichneten Berg, in Neuschnee gehüllt, über den herbstlichen Lärchenwäldern des Cadore. Es ist eines dieser Bilder, die einem bergbegeisterten Jungen nicht eher aus dem Kopf gehen, bis er oben war. Bis dahin dauerte es zwar noch lange, aber schließlich ging der Traum in Erfüllung.

Vercors


 
Kaum eine andere Alpenlandschaft ist derart reich mit Naturschönheiten gesegnet wie der Vercors. Als Teil der französischen Kalkalpen ragt das Gebirge zwischen Rhônetal und Dauphiné-Alpen auf, durch das weite Tal des Drac von den Eisgipfeln der Écrins getrennt. Markante Einzelberge und endlos lange Barrieren aus hellen Riffkalken, wie mit dem Lineal gezogen, ragen über einsamen Nadelwäldern auf. An den sonnigen Bergflanken und in den windgeschützten Hochtälern liegen Dörfer, umgeben von saftigen Wiesen. Und unten in den Flusstälern ist schon das Flair der nahen Provence zu spüren.

Stellihorn


 
In medialen Glanz- und Glitterwelten bleibt vornehme Zurückhaltung oft unbeachtet. Das scheint auch in den Bergwelten so zu sein, warum sonst könnte ein Berg mit solchen Qualitäten so selten besucht sein. Das Stellihorn hat nicht gerade um seine Aufnahme ins Tourenbuch gebettelt…
 

Marmolada


 
2002, 15. August, Feiertag – und ein verlängertes Wochenende. Stephan will schon seit längerem wieder einmal in die Berge, und wir überlegen nicht lange, ob wir eine gemütliche Tour in den Bayerischen Voralpen machen oder doch lieber »was richtiges«. Die Entscheidung fällt schnell: auf in die Dolomiten, zur Marmolada! Vom Sellajoch blicken wir hinüber zu unserem Ziel und erkennen mit dem ersten Blick, dass das kein Spaziergang wird: Der gesamte Westgrat ist tief verschneit…