Orchideen der Rhön

1. März 2008

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Herzlich Willkommen in der Orchideenwelt der Rhön!
 
Seit Menschen die Natur beobachten, sind sie fasziniert vom eigenartigen Wesen der Orchideen. Das ist kein Wunder, denn die Orchideen gelten nicht nur als »Edelsteine« unter den heimischen Blumen, sondern sie faszinieren auch durch ihre vielfältigen Lebensweisen und Bestäubungsstrategien. Diese Seiten sollen nicht nur Informationen vermitteln, sondern auch Begeisterung wecken für die herrliche Naturlandschaft der Rhön mit ihren vielen kleinen Wundern der Flora; denn wer die Schönheit unserer Landschaft und Natur erkannt hat, der wird sich auch engagieren für den Erhalt der Schöpfung.
 
Die gut 40 Orchideenarten der Rhön mit ihren vielfältig differenzierten Lebensformen, spektakulären – wenn auch kleinen – Blüten und perfekten Bestäubungsmechanismen vermitteln vielen Naturfreunden einen nachhaltigen Eindruck vom Reichtum unserer Natur. Sie strahlen einen ähnlichen Zauber aus wie ihre tropischen Verwandten – man muß oft nur näher hinsehen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude
mit den Orchideen der Rhön.

 

Für einen kleinen Streifzug durch die bunte Welt der heimischen Orchideen starten Sie die Bildgalerie mit ‘klick’ auf eines der Vorschaubilder:

Cypripedium calceolus, Frauenschuh. Die bekannteste heimische Orchidee, wächst in Bergwäldern und in lichten Kiefernwäldern.Cypripedium calceolus, der Frauenschuh, ist auch in der Rhön sehr selten geworden.Corallorrhiza trifida, Korallenwurz, eine unscheinbare Orchideenart der Kalk-Buchenwälder. Die seltene Orchidee blüht als eine der ersten bereits Anfang Mai.Neottia nidus-avis, die Nestwurz, zwischen Blüten der Akelei.Neottia ovata, das Große Zweiblatt, ist eine der häufigeren Orchideen. Sie kommt in sehr unterschiedlichen Habitaten vor.Cephalanthera damasonium, das Weiße Waldvögelein, ist eine der Charakterarten des Cephalanthero-Fagion (Orchideen-Buchenwald).Cephalanthera longifolia, das Schwertblättrige Waldvögelein, kommt sehr selten in Berglagen auf Basalt sowie in termophilen Wäldern der Rhön-Randgebiete vor.Cephalanthera rubra, das Rote Waldvögelein, sicherlich eine unserer attraktivsten heimischen Orchideen.Epipactis palustris, die Echte Sumpfwurz, gehört zu den am stärksten bedrohten heimischen Orchideen. Sie wächst in Kalk-Niedermooren, ihre Vorkommen sind meist räumlich sehr begrenzt.Epipactis atrorubens, die Braunrote Stendelwurz, kommt vorzugsweise an halbschattigen Standorten auf Kalkgestein vor.Epipactis microphylla, die Kleinblättrige Stendelwurz, ist eine sehr unscheinbare und seltene Art der Kalk-Buchenwälder. Die Rhön ist ein wichtiges Verbreitungsgebiet dieser Art in Deutschland.Epipactis purpurata, die Violette Stendelwurz, kommt gern in humosen, tiefgründigen Wäldern vor.Epipactis helleborine, die Breitblättrige Stendelwurz, gehört zu den häufigeren Arten und ist hinsichtlich ihrer Blütengestalt und -färbung sehr variabel.Epipactis leptochila, die Schmallippige Stendelwurz, eine seltene Vertreterin der Wald-Orchideen. Sie bevorzugt sehr schattige nordseitige Standorte.Anacamptis morio, das Kleine Knabenkraut, war früher eine weit verbreitete Wiesenorchidee. Mit der landwirtschaftlichen Intensivierung wurde sie rapide seltener.Anacamptis pyramidalis, die Pyramiden-Orchidee, wurde 1969 zum ersten Mal im Gebiet nachgewiesen. Inzwischen sind einige Neufunde bekannt geworden, doch tritt diese Art meist unstet und singulär auf.Ophrys insectifera, die Fliegen-Ragwurz, gehört zu den charakteristischsten Arten der Kalk-Halbtrockenrasen. Ihre Blüten locken Grabwespen-Männchen an.Ophrys apifera, die Bienen-Ragwurz, bestäubt sich selbst. So konnte sie sich auch bei uns in Mitteleuropa etablieren, obwohl ihr Bestäubungsinsekt hier gar nicht vorkommt.Ophrys fuciflora, die Hummel-Ragwurz, kommt aktuell nur in sehr wenigen Exemplaren vor. Sie erreicht in der Rhön momentan die absolute Nordostgrenze ihrer natürlichen Verbreitung.Ophrys sphegodes, die Große Spinnen-Ragwurz, ist nur an wenigen Fundorten in den wärmsten Gebieten der Rhön entdeckt worden.Ophrys araneola, die Kleine Spinnen-Ragwurz, dringt von Südwesten her bis in die warmen Randgebiete der Rhön vor.Himantoglossum hircinum, die Bocks-Riemenzunge, ist eine der auffälligsten heimischen Orchideen. Sie ist zwar selten, aber momentan stark in Ausbreitung begriffen.Neotinea tridentata, das Dreizähnige Knabenkraut, ist eine mediterrane Orchidee mit isoliertem Teilareal in Deutschland. Sie dringt von Nordosten her an den Rand der Rhön vor.Neotinea tridentata, das Dreizähnige Knabenkraut. Ihre kleine Blütenkugel trägt die Freude des Frühlings in sich.Neotinea ustulata, das Brand-Knabenkraut, wächst selten auf Bergwiesen am Rand der Hohen Rhön und im südwestlichen Randgebiet.Neotinea ustulata, das Brand-Knabenkraut, ist aufgrund seiner charakteristischen dunkelbraunen Kappe kaum zu verwechseln.Orchis mascula, das Manns-Knabenkraut, ist die vielleicht typischste Rhön-Orchidee. Sie wächst gern auf Halbtrockenrasen über Basalt und Kalk.Orchis mascula, das Manns-Knabenkraut, hier in einer weißen Farbvariante.Orchis x loreziana, die Hybride zwischen Manns- und Blassem Knabenkraut, hier unter Beteiligung der weißen Farbvariante von Orchis mascula.Orchis pallens, das Blasse Knabenkraut, kommt in der Rhön nur in den Muschelkalkgebieten um Meiningen vor.Orchis anthropophora, der Ohnsporn, wächst sehr selten auf sonnigen Hügeln der Kuppenrhön.Orchis x spuria, die farbenprächtige Hybride von Ohnsporn und Helm-Knabenkraut.Orchis militaris, das Helm-Knabenkraut, ist vorwiegend im südlichen Gebietsteil anzutreffen.Orchis x hybrida, die prachtvolle Hybride von Helm- und Purpur-Knabenkraut.Orchis purpurea, das Purpur-Knabenkraut, auf einem gepflegten Kalk-Halbtrockenrasen der Kuppenrhön.Orchis purpurea, das Purpur-Knabenkraut, hier in einer weißen Farbvariante.Gymnadenia conopsea, die Mücken-Händelwurz, ist im Sommer recht oft auf den Kalk-Halbtrockenrasen anzutreffen.Dactylorhiza incarnata, das Fleischfarbene Knabenkraut, ist eine sehr seltene Art in den Feuchtwiesen der Täler.Dactylorhiza viridis, die Grüne Hohlzunge, kommt im Bergwinkel in schönen, vitalen Beständen vor.Dactylorhiza majalis, das Breitblättrige Knabenkraut, eine Art der Sümpfe und Feuchtwiesen.Dactylorhiza fuchsii, Fuchs' Knabenkraut, kommt oft an Straßenrändern vor.Platanthera bifolia, die Zweiblättrige Waldhyazinthe, ist eine eher seltene Art der Bergwiesen auf Basalt.Pseudorchis albida, das Weißzüngel, ist eine hauptsächlich alpin verbreitete Orchideenart und in den Mittelgebirgen äußerst gefährdet - so auch in der Rhön.Herminium monorchis, die Honigorchis, hat in den Enzian-Schillergrasrasen der Rhön überregional bedeutende Vorkommen.Herminium monorchis, die Honigorchis, gehört zu den kleinsten heimischen Orchideenarten.Spiranthes spiralis, die Herbst-Wendelähre, unsere am spätesten blühende Orchideenart.Spiranthes spiralis, die Herbst-Wendelähre, kommt nur noch im Rhön-Randgebiet an sehr wenigen Standorten vor.Goodyera repens, dsa Kriechende Netzblatt, wächst in moosigen Kiefernforsten. Es ist unsere einzige immergrüne Orchideenart.Goodyera repens, das Kriechende Netzblatt, bevorzugt die trockeneren östlichen Gebiete der Rhön.

 

 

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