Nationalpark Sarek und Welterbe Laponia

»Lappland… Kennen Sie Lappland? Entschuldigung, was für eine törichte Frage. Natürlich kennen Sie Lappland!« Dem Protagonisten Harald Behringer in Klaus Böldls Roman ‚Südlich von Abisko‘ muss diese Frage in der Tat töricht vorkommen. Kann man dieses Land überhaupt kennen? Unter dem weiten Himmel des Nordens breitet sich ein Land aus, das die Maßstäbe unserer Wahrnehmung verschiebt, alternierend zwischen Realität und Mythos, zwischen Klarheit und Traum.
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Kebnekaise

Mit den Gipfelhöhen großer Alpenberge können die Berge im hohen Norden Skandinaviens nicht konkurrieren, doch dank ihrer Lage nördlich des Polarkreises bieten sie ein großartig wildes und hochalpines Ambiente. Mit seinen 2111 Metern Meereshöhe ist der Kebnekaise sozusagen ein klimatischer Viertausender und ein Traumziel am Ende des Kontinents.
Der Artikel ist im Magazin ‚ALPIN‘, Ausgabe 12/2006, erschienen.
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Stockholm und der Süden Schwedens

Stockholm, Schwedens Hauptstadt in den Schären, zwischen Wasser und Fels gebaut. Die drei Inseln Stadsholmen, Riddarholmen und Helgeandsholmen sind Stockholms historisches Zentrum. Insbesondere die Altstadt, Gamla Stan, wirkt im Sommer durchaus südländisch. Und das Umland der Stadt mit dem Mälarsee und Schloss Gripsholm, Seen und roten Häusern ist genau jenes Schweden, das wir alle aus den Kinderbüchern im Kopf haben.
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Die Rhön

Rhön – der geheimnisvolle Name kommt wohl vom keltischen »raino«, Hügelland: eine reichlich prosaische Bezeichnung für ein Mittelgebirge. Und doch könnte sie nicht treffender sein, denn die Rhön hat so ziemlich alles zu bieten, was man irgendwie mit einem Hügelland in Verbindung bringen könnte, ein Mosaik von vulkanischen Kuppen, blumigen Hochplateaus, waldigen Hängen und sanft gewellten Tälern. Rhön. Im dunklen Unterton dieses Namens klingt der Eindruck von grauem Basaltfels, düsteren Moore, blumigen Wiesen und luftigen Bergmatten mit…
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Toskana

Gewöhnlich fährt der Teutone des Kulturgenusses wegen in die Toskana. Gerade weil sie davon so viel zu bieten hat, ist sie nördlich der Alpen beliebter als alle anderen Regionen Italiens. Die Chancen stehen also nicht schlecht, auf der Reise anderen Deutschen zu begegnen, eine Erfahrung, die ja bekanntlich in zweifelhaftem Ruf steht. Es gibt aber eine Möglichkeit, auch unbekannte Seiten der Toskana zu erleben, die nicht schon in den Reiseführern durchdiskutiert und die noch nicht in irgendwelchen Lifestyle-Magazinen bunt bebildert ausgerollt wurden. Das Rezept ist einfach: man muss sich möglichst weit von den Hauptreisezielen und auch den Insider-Tipps der Reiseliteratur entfernen.
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Venedig

Über Venedig ist längst alles geschrieben worden, was es zu schreiben gibt. Nur eine Fußnote könnte man vielleicht hinzufügen: Venedig wird bestimmt nicht im Schlamm der Lagune versinken. Angesichts der Klimaprognosen sollte man vielleicht nicht zu viel darauf verwetten, dass es so kommen wird. Obwohl – Überflutung ist ja wieder was anderes als Untergang.
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Turin

Der Strom teutonischer Italienurlauber fließt generell an Turin vorbei. Das hat sich auch nach der Winterolympiade 2006 nicht geändert. Woran das wohl liegt? Sicher nicht allein an der geographischen Lage. Wahrscheinlich ist Turin einfach zu unitalienisch für den dolce-vita-süchtigen deutschen Touristen. Die maßlos weitläufige Architektur der savoyischen Residenzstadt, die Dominanz der Großindustrie, der morbide Charme einer Metropole, die immer unter Minderwertigkeitskomplexen gegenüber dem glamourösen Nachbarn Mailand gelitten hat – diese Stadt scheint nur etwas für Kopfmenschen zu sein.
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Piemont

Piemont – bereits der Name sagt einiges über den Charakter der Landschaft aus. Lateinisch: »ad pedes montium«, italienisch: »al piè dei monti«, deutsch: am Fuß der Berge. Damit ist der Bogen der Westalpen gemeint, der das Land vom Monte Rosa bis zum Monviso umschließt und vor ungemütlichem atlantisch-nordeuropäischem Wetter schützt. Inmitten des weiten Landes breiten sich sanfte Hügellandschaften aus, durchzogen vom Tal des Po. Zwischen Industriestädten und Weingegenden liegen mittelalterliche Städte und bemerkenswerte romanische Kirchen.
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Antelao

Im Bücherregal meines Vaters steht ein altes Buch von Luis Trenker mit einem Bild des Antelao darin. Es zeigt den als »Dolomitenkönig« bezeichneten Berg, in Neuschnee gehüllt, über den herbstlichen Lärchenwäldern des Cadore. Es ist eines dieser Bilder, die einem bergbegeisterten Jungen nicht eher aus dem Kopf gehen, bis er oben war. Bis dahin dauerte es zwar noch lange, aber schließlich ging der Traum in Erfüllung.
Der Artikel ist im Magazin ‚ALPIN‘, Ausgabe 1/2009, erschienen.
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Fanes

Am Falzarego-Pass, westlich von Cortina d’Ampezzo, blickt ein versteinerter Herrscher ins Land. Dem Fanes-Epos zufolge war er ein König voller Falschheit, ein »fautso rego«, wie die Ladiner sagen. Dieser habgierige Regent verriet sein Reich und gab es dem Untergang preis. Doch was ist davon geblieben? Der komplexe, umfangreiche Sagenzyklus weist den Weg zu geschichtsträchtigen, geheimnisvollen Stätten und zu unvergleichlichen, einsamen Naturschönheiten in der Fanes.
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Marmolada

Mariä Himmelfahrt, Ferragosto – und ein verlängertes Wochenende. Stephan will schon seit längerem wieder einmal in die Berge, und wir überlegen nicht lange, ob wir eine gemütliche Tour in den Bayerischen Voralpen machen oder doch lieber »was richtiges«. Die Entscheidung fällt schnell: auf in die Dolomiten, zur Marmolada! Vom Sellajoch blicken wir hinüber zu unserem Ziel und erkennen mit dem ersten Blick, dass das kein Spaziergang wird: Der gesamte Westgrat ist tief verschneit…
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