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Die Orchideen sind eine faszinierende Pflanzenfamilie. Und so ist es kein Wunder, dass sie bereits in der Literatur des Altertums erwähnt werden. Seit der Renaissance wurde die Natur dann systematisch erforscht, und in den Kräuterbüchern jener Zeit finden sich prachtvolle Abbildungen wild wachsender Orchideen. Die ältesten Nachweise über die Orchideen der Rhön sind bescheidener, sie finden sich in Regionalfloren des 18. bis 19. Jahrhunderts. Bis heute haben sich zahlreiche Fachleute und Laien mit den Orchideen der Rhön befasst. Immer wichtiger wurde das Anliegen, dieses Erbe zu erhalten, zu schützen und zu pflegen. Und dies ist nicht nur Aufgabe des behördlichen Naturschutzes, sondern aller Naturfreunde in der Rhön.
Orchideen im Volkstum
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Jahrhundertelang wurden die Kenntnisse über die heimische Flora von Generation zu Generation weitergegeben, ohne dass wissenschaftlich daran geforscht wurde. Der Umgang mit Tieren und Pflanzen war damals für viele Menschen alltäglicher und elementarer Bestandteil des Lebens, wovon noch heute die vielen volkstümlichen Namen der Arten und auch Orts- und Flurbezeichnungen zeugen. Viele heimische Wildkräuter – auch Orchideen – wurden als Arznei, Gewürz, Heilmittel oder auch Droge verwendet. Orchideen waren seit jeher als Arzei (Salep; gewonnen aus der Knolle des Kleinen Knabenkrautes, Anacamptis morio, oder aber Aphrodisiakum (Knabenkräuter; Stendelwurz) im Gebrauch.
Über das Große Zweiblatt, Neottia ovata, schrieb J.C. Bernhard 1764: »Das Vieh frißt es nicht, wenns ihm allein vorgelegt wird; gleichwol ist es der Mühe nicht werth, dasselbe auszurotten; da es nicht nur seiner Gröse wegen nicht sonderlich beträchtlich, und seine bulböse Wurzel ziemlich tief unter der Erde verborgen ist. Ist es demnach gleich kein gutes und vortheilhaftes Wiesengewächs, so muß man doch zufrieden seyn, daß dessen Genuß dem Viehe nicht nachtheilig ist.«
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Viele vom allgemeinen deutschen Sprachgebrauch abweichende Pflanzennamen sind im einheimischen Dialekt verwurzelt. So heißt das Mannsknabenkraut, Orchis mascula, in der hessischen Rhön einfach »Kuckucksblume«, was auf eine große regionale Signifikanz und auf eine besondere Wahrnehmung der Pflanze im Jahreskreis hindeutet. Und noch heute findet man diese Orchidee manchmal in Vasen an Bildstöcken, oft einfach aus Unkenntnis des Artenschutzes gepflückt.
Pioniere unter den Botanikern
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Das erste Dokument, das gezielt auf eine Erfassung der Rhönflora hinarbeitet, ist Franz Kaspar Liebleins »Flora Fuldensis« aus dem Jahr 1784. Der Verein für Naturkunde in Osthessen hat das Werk 1997 nachdrucken lassen, es steht daher heute den Naturfreunden wieder zur Verfügung. Es ist es ein erster Meilenstein in der systematischen Erforschung der heimischen Pflanzenwelt, denn es erhebt Anspruch auf eine möglichst vollständige Erfassung. Das Werk zeigt in besonderer Weise auch die damaligen Intentionen der Naturforschung auf – der Apotheker hat »unterthänigst« im Auftrag des Fuldaer Fürstbischofs ein Verzeichnis der im Herrschaftsgebiet vorkommenden Pflanzen erarbeitet, das als Nachschlagewerk für Apotheker und als Skriptum für Vorlesungen dienen sollte.
Die Anzahl der aufgelisteten Arten beläuft sich auf ca. 300, also nur ein Bruchteil der heute nachgewiesenen Pflanzen in der Rhön. Zum damaligen Forschungsstand waren viele der heutigen Arten noch nicht bekannt, das heißt, sie waren entweder noch gar nicht entdeckt oder aber wurden nur als Varietäten oder Unterarten zu den »großen« Arten gestellt. In Liebleins Werk finden sich einige außerordentlich wertvolle Hinweise auf heute ausgestorbene Arten wie etwa das Wanzen-Knabenkraut, Anacamptis coriophora.
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Naturschützerische Gedanken spielten allerdings zur damaligen Zeit noch keine Rolle. Lieblein beschreibt kurz die einzelnen Arten, gibt knappe Hinweise zum Vorkommen und diagnostiziert die Verwendung in der Pharmazie. Amüsant sind manche Textpassagen zu lesen, in denen er darauf anspielt. Zur Wirkung des Helm-Knabenkrautes, Orchis militaris, bemerkt er: »Die Wurzeln von diesem Knabenkraut sind wegen ihres feinen schleimichten Wesens überaus lindernd und nahrhaft: ausser diesem nahrhaften Bestandtheile befindet sich noch ein höchstflüchtiges Wesen darinn, welches unsere feinste Säfte in Bewegung setzet und ausdehnet…« Proportional zum gesamten Werk waren auch damals schon die Orchideen bekannter als viele andere Pflanzenfamilien. Das lag unter anderem auch damals schon an ihrer prächtigen Erscheinung, vor allem aber eben an ihrem vermeintlichen Nutzen in der Pharmazie und im Volksglauben.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden dann weitere Lokalfloren veröffentlicht, die in ihrem Bearbeitungsgebiet die Rhön teilweise am Rande berühren, so das sechsbändige Werk »Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken« von J.K. Bundschuh, der sich hinsichtlich der floristischen Angaben für die Rhön auf Beobachtungen des Fuldaer Benediktiners Aegidius Heller berief.
F.X. Heller behandelt in seiner »Flora Wirceburgensis« (1810-11, Supplementum 1815) die Pflanzenwelt des damaligen Großherzogtums Würzburg und somit auch in etwa die heutige bayerische Rhön. Auf diese Arbeit beziehen sich die Autoren späterer Artikel immer wieder, beispielsweise Baur in seiner »Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebung…« (1816).
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Der erste »Schneiders Rhönführer« erschien 1816 und hieß damals »Naturhistorische Beschreibung des diesseitigen hohen Rhöngebirges und seiner nordwestlichen Vorberge«. Die darin enthaltenenen floistischen Angaben Schneiders sind leider nicht immer zuverlässig und erwähnen viele Arten, die sicherlich auch damals nicht in der Rhön zu finden waren, so beispielsweise das Kugel-Knabenkraut, Traunsteinera globosa. Schneiders Abhandlung wurde später leider immer wieder kritiklos übernommen, und einige Irrtümer wurden noch lange durch die Literatur geschleppt.
Ähnliches kann auch von der Arbeit F.J. Pickels über die Orchideen Fuldas (»Fuldae genera et species plantarum Orchidearum«, 1825) behauptet werden, dessen Fundortangaben offenbar doch einige Verwechslungen beinhalten.
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Um 1900 beschrieb Drude topographische Florenbilder von der Milseburg, der Eube, den Hochwiesen der Wasserkuppe, der Langen Rhön und dem Dammersfeld, die Hochmoore, die Kalktriften und die Buchenwälder und erfasste so die charakteristischen Vegetationskomplexe der Rhön.
Im Gebiet der Fränkischen Saale sowie der Südrhön hat sich der Hammelburger Bezirkstierarzt Vill große Verdienste um die Florenerfassung erworben, er sammelte umfangreiches Herbarmaterial, teilweise auch von heutigen Raritäten. Solche Herbarsammlungen waren zum damaligen Zeitpunkt das übliche Mittel, Funde nachzuweisen. Dazu wurden meist eine oder sogar mehrere Pflanzen ausgegraben (zumal mit Herbarmaterial ein reger Tauschhandel vollzogen wurde) und gepresst, was bei den seltensten Arten, die nur temporär und vereinzelt auftraten, leider zwangsläufig zum direkten Aussterben führte.
Goldschmidt und Geheeb
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Über 100 Jahre nach Lieblein durchforschten zwei große einheimische Botaniker die Rhön: Der Apotheker Adalbert Geheeb (1842-1909) aus Geisa und Moritz Goldschmidt (1863-1916) aus Frankfurt. Ein Denkmal am Rockenstuhl ist den beiden gewidmet. Nach der Zerstörung während des Dritten Reiches wurde es 1990 erneuert. Der Rhönklub hatte jedoch bereits 1970 auf dem Neuswartser Küppel, in Sichtweite des damals aufgrund der Grenze unerreichbaren Rockenstuhls, ein neues Denkmal errichtet.
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Geheeb war in erster Linie Moosforscher, seine Verdienste wurden mit der Ehrendoktorwürde der Royal Botanical Society in London gewürdigt. Dennoch ist er auch ein ausgezeichneter Kenner der Blütenpflanzen in der Rhön gewesen. Er gliederte die Flora nach pflanzengesellschaftlich-ökologischen Gesichtspunkten, was zur damaligen Zeit noch relativ neu war. Goldschmidt wurde 1885 Lehrer an der israelitischen Schule in Geisa. Er wurde Geheebs Schüler und Freund, und die Erforschung der Rhönflora wurde seine große Leidenschaft. Sehr schnell eignete er sich so hervorragende Kenntnisse an, daß eine Gesamtflora für die Rhön Konturen annahm. Leider hinderte ihn eine schwere Erkankung, die u. a. zu Erblindung führte, an der Fertigstellung.
Die Orchideen wurden 1908 im Band VI seiner Rhönflora (Liliaceae, Amaryllidaceae, Iridaceae, Orchidaceae) bearbeitet. Seine Fundorterfassungen sind als äußerst gewissenhaft und unbedingt zuverlässig zu betrachten. Seine ausführlichen Herbare sind heute im Besitz des Senckenberg-Museums. Sehr sorgfältig differenzierte Goldschmidt Fundhinweise von Arten, die er selbst im Gebiet nie sah. Er berief sich bereits auf eine Vielfalt von Briefen, Notizen und Herbarbelegen anderer Botaniker, die er stets auf ihre Glaubwürdigkeit hin beurteilte – bis heute ein Problem aller Autoren von Florenwerken, wenn die Fundbelege kritischer Arten nicht sicher sind. Er bemühte sich um eine realistische Einschätzung der Nachweise hinsichtlich Fundort, Artansprüchen und auch Ernsthaftigkeit der Gewährsperson. Einige heute sicher im Gebiet nachgewiesene Arten hat Goldschmidt damals zwar erwähnt, doch mit Hinweis auf die Unglaubwürdigkeit der Angaben nicht mitgezählt.
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Dass die Bocks-Riemenzunge, Himantoglossum hircinum, nicht – wie Schneider es behauptete – auf der Hochrhön zu finden war, schätzte Goldschmidt richtig ein. Dass die Art heute aber ein bedeutendes im Saaletal hat, konnte er damals kaum ahnen. Auch Angaben von Wigand und Meigen (1891) und Pickel (1825) zog er immer wieder in Zweifel; doch haben sich bis heute einige dort bezeichnete Funde bestätigt, so dass der Stellenwert dieser Werke heute wiederum differenzierter eingeschätzt werden muß: So schloß Goldschmidt ein Vorkommen des Brandknabenkrauts, Neotinea ustulata, am Kreuzberg im Hinblick auf Schneiders Unzuverlässigkeit aus, doch heute wissen wir, dass dieser tatsächlich Recht hatte. Dort liegt bis heute einer der letzten Fundorte dieser Art im ganzen Gebirge.
Beiträge nach dem zweiten Weltkrieg
In der Zeit zwischen den Kriegen und erst recht während des Zweiten Weltkrieges wurde relativ wenig zur weiteren Kenntnis der Rhönflora beigetragen. Jedoch wirkten zu dieser Zeit bedeutende Botaniker wie Ade, Meusel, E. Kaiser und Abel.
Nach dem zweiten Weltkrieg unternahmen Dr. Kiesgen, J. Medler und G. Hütsch einen neuen Anlauf, die Rhönflora zu erfassen – leider erreichten auch sie ihr Ziel nicht. Seither sind jedoch viele wichtige Beiträge zur Kenntnis der heimischen Pflanzenwelt geleistet worden, beispielsweise von Dr. W. Ludwig, nochmals Alfred Ade (einem der bedeutendsten Botaniker Unterfrankens) und E. Kaiser, H. Barwik, G. Hofmann, A. Seibig und W. Tripp. Für die Orchideenforschung waren von besonderem Interesse ein Artikel von W. Mahr über die Orchideenflora der Südrhön und der Fränkischen Saale oder die ausführliche Fundortkartei von H. Schubert aus Poppenhausen. Besondere Aufmerksamkeit, auch über die Grenzen der DDR hinaus, erreichten die gründlichen Dokumentationen heimischer Orchideengattungen des Meiningers Fritz Füller. Seine Schriften, in denen auch zahlreiche Angaben über Rhöner Orchideen zu finden sind, sind heute begehrte Sammlerstücke.
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In 1970 erschien in der Schriftenreihe des Vereins für Naturkunde in Osthessen ein Werk von A. Großmann, Frankfurt, über »Die Orchideen der Rhön und angrenzender Gebiete«, das erster Teil einer ganz neuen »Rhönflora« sein sollte. Der Autor stellt, typisch für Veröffentlichungen jener Zeit, zu jeder Art eine allgemeine Beschreibung, Funde in der Literatur und aktuelle Vorkommen gegenüber. Nach heutigen Gesichtspunkten verzichtet man eher auf solche exakten Fundangaben, da sie dem Natuschutzgedanken zum Teil doch widersprechen.
Zu dieser Arbeit sei bemerkt, dass Großmanns Angaben trotz der vergleichsweise geringen zeitlichen Distanz wiederum einen anderen Stand als den heutigen wiederspiegeln. Und das nicht, weil damals weniger intensiv geforscht wurde, sondern weil sich in der Zwischenzeit die tatsächlichen Gegebenheiten sehr verändert haben. Kaum zu glauben, aber seit Großmanns Werk sind allein bei den Orchideen schon wieder 5 Arten neu in der Rhön entdeckt worden, allerdings sind auch zwei inzwischen ausgestorben bzw. verschollen.
Großmanns Orchideen-Artikel aus bundesdeutscher Sicht wurde 1977 aus dem DDR-Gebiet durch einen Beitrag Meinungers zur Orchideenflora der Thüringischen Rhön sowie durch Horst Kümpels Büchlein »Orchideen der Thüringischen Rhön« von 1978 ergänzt.
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Etwa seit dieser Zeit trat nun verstärkt der Naturschutz in den Vordergrund. Man hatte erkannt, daß nicht unbedingt die lückenlose Forschung Ziel der naturkundlichen Arbeit sein kann, sondern immer mehr die Sicherung und Erhaltung besonders der bedrohten Arten und Pflanzengesellschaften. Hierbei hat der Biotopschutz Vorrang vor dem Artenschutz, denn nur intakte Lebensräume können gewährleisten, daß die Vielfalt der einheimischen Natur erhalten bleibt. So forderte Knapp die verstärkte Ausweisung von Naturschutzgebieten und Betretungsverbote, sofern Schädigungen durch Besucher zu befürchten sind. Darüberhinaus regte er auch Biotoppflegemaßnahmen an, die die Vegetation in ihrem Zustand erhalten und somit seltene Arten vor dem Aussterben bewahren soll.
Jüngere Publikationen
Prof. G. Kneitz, Prof. Dr. Lenz Meierott, Christine Kimmel und Elfriede Schäfer haben in den vergangenen Jahrzehnten durch zahlreiche Veröffentlichungen in den floristischen Fachzeitschriften den Kenntnisstand über die Rhönflora und auch die heimischen Orchideen bereichert. 1992 legte Dr. Ludwig Meinunger seinen lange erwarteten »Florenatlas der Moose und Gefäßpflanzen des Thüringer Waldes, der Rhön und angrenzender Gebiete« (in der Haussknechtia, Jena) vor. Mit diesem inzwischen schon wieder vergriffenen Werk ist nun endlich eine umfassende Liste des Floreninventars der Rhön vorhanden, wenn auch nicht speziell für unser Gebiet.
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Horst Kümpel, ein weit über Deutschland hinaus geschätzter Orchideenkenner, bearbeitete sein Lieblingsthema »Die wildwachsenden Orchideen der Rhön« (1996), mit dem er sich mehrere Jahrzehnte in Feldforschung, Naturschutzarbeit und Schriften beschäftigt hatte, noch einmal neu. Hier führte die überraschende Grenzöffnung zu einem »Ost-West-Gefälle« in der Genauigkeit der Bearbeitung. Die Eigenheiten der hessischen und bayerischen Rhöngebiete kommen verständlicherweise etwas kurz. Dennoch ist dieses liebevoll aufgemachte Buch auch für botanisch interessierte Laien ein Lesevergnügen. Horst Kümpel, der 1998 verstarb, hat in der Rhön auch intensiv wissenschaftlich geforscht und einige Orchideenhybriden und -varietäten auf Basis von Funden aus seiner Heimat beschrieben, so zum Beispiel die höchst umstrittene Hybride Orchis pallens × Platanthera chlorantha, » × Orchiplatanthera andreasii«, und die weißblütige Form der Hybride Orchis mascula × Orchis pallens. Posthum wurde 2001 in den Berichten aus den Arbeitskreisen Heimische Orchideen sein Artikel über die Orchideen-Hybriden Ostdeutschlands veröffentlicht; ein bedeutender Teil seiner Feldforschungen fand in der Rhön statt.
Im Kreis Bad Kissingen sind durch die rege Arbeit der dortigen Kreisgruppe im »Bund Naturschutz in Bayern« außergewöhnliche Arbeiten entstanden. So wurde 1995 ein kompletter Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen des Landkreises mit sehr detaillierten Verbreitungskarten für alle dort nachgewiesenen Arten vorgelegt. Auch für die Orchideen wurden hierbei sehr viele, teils hochinteressante Nachweise erbracht. Für die beiden Thüringer Landkreise der Rhön, den Wartburgkreis und den Kreis Schmalkalden-Meiningen, wurden vom AHO Thüringen 1998 Broschüren über die jeweils heimischen Orchideen herausgegeben. In jüngster Zeit haben insbesondere Walter Malkmus mit seinem Buch über die Orchideen des Kreises Main-Spessart und Friedhilde Tausch über die autogamen Epipactis-Arten) wertvolle Berichte über die heimischen Orchideen gegeben, wenn auch die Rhön hier nur am Rande berührt wird. Ebenso sind fanden auch zahlreiche Angaben aus der Rhön Eingang in das jüngste Standardwerk über die Orchideen Deutschlands, herausgegeben von den Arbeitskreisen Heimische Orchideen (AHO).
Aktuell liefern insbesondere Uwe Barth und seine Frau Ellen Ploss, Dr. Thomas Gregor, Dr. Ute Lange und Dr. Heiko Korsch wesentliche und umfangreiche Arbeiten zur Kenntnis der Rhönflora, und damt auch der Orchideen.
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