Orchideen in der Rhön:
Netzblatt
Goodyera repens

Unter den heimischen Orchideen nimmt das Kriechende Netzblatt in verschiedener Hinsicht eine Sonderstellung ein. Als einzige hei­mische Art gehört sie zur Gruppe der so genannten »Juwelenorchi­deen«, die eher durch prächtiges Blattwerk als durch spektakuläre Blüten glänzen.
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Orchideen in der Rhön:
Rotes Waldvögelein
Cephalanthera rubra

Unter mächtigen Hutebuchen, im lichten Kiefernwald und auf grasreichen Lichtungen im Buchenwald entfalten sich im Juni die herrlichen leuchtend-rotvioletten Blüten des Roten Waldvögeleins. Die prächtige und auffällige Pflanze braucht Platz, um ihre Aura zu entfalten, sie ist nicht sehr gesellig. Meist tritt sie nur in kleineren Schwärmen auf. Doch gelegentlich versammelt sie sich auch zu hunderten auf engem Raum: ein unvergleichlicher Anblick.
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Orchideen in der Rhön:
Korallenwurz
Corallorhiza trifida

Die Korallenwurz ist, freilich rein subjektiv gesehen, eine der faszinierendsten heimischen Orchideen. Denn dieses an sich unscheinbare Gewächs umgibt sich mit allerlei Geheimnissen. So ist beispielsweise ihr Populationsverhalten schwer nachvollziehbar: mal tritt sie in guten Beständen auf, dann wieder bleibt sie am gleichen Standort scheinbar ohne Grund ganz aus. Man könnte sie auch als die »Diva« unter den Waldorchideen bezeichnen.
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Orchideen in der Rhön:
Orchideenarten in der Rhön

In der Rhön rücken Orchideenarten mit extrem unterschiedlichen Verbreitungsmustern sehr eng zusammen. Der Überblick über das Arteninventar der Rhön zeigt, dass sich hier Orchideen unterschiedlicher Herkunft begegnen. Nordisch-boreale treffen auf submediterrane. In der Betrachtung geobotanisch­chorologischer Aspekte wird deutlich, dass die Zusammensetzung unserer Orchideenflora in der Vergangenheit einem stetigen Wandel unterworfen war – und dies wird auch in Zukunft so bleiben.
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Orchideen in der Rhön:
Fotografie

Die Dokumentation und Publikation der heimischen Flora ist ein wichtiger Aspekt der Naturschutzarbeit. Dazu trägt auch das Fotografieren bei, denn mit den Bildern kann man Freude an der Natur und Verständnis für Belange des Artenschutzes wecken. Zur Fotografie wildwachsender Orchideen gehört selbstverständlich die Rücksichtnahme und das vorsichtige, schonende Verhalten an sensiblen Standorten.
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Orchideen in der Rhön:
Kartierung der Orchideen

Die Kartierung heimischer Orchideen gilt der Dokumentation von Populationen, Standorten und deren Entwicklung. Die daraus gewonnenen Daten können vielfach verwendet werden: beispielsweise, um die Bedrohung einer Art zu beurteilen, um die Schutzwürdigkeit von Standorten zu begründen und um Pflegepläne zu erarbeiten. Ebenso fließen die Kartierungsdaten in wissenschaftliche Arbeiten ein, und sie werden statistisch ausgewertet, etwa als Verbreitungskarte.
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Orchideen in der Rhön:
Orchideenforschung in der Rhön

Die Orchideen sind eine faszinierende Pflanzenfamilie. So ist es kein Wunder, dass sie bereits in der Literatur des Altertums erwähnt wurden. Doch erst zur Zeit der Renaissance begannen die systematischen Naturforschungen, und in den Kräuterbüchern jener Epoche finden sich prachtvolle Abbildungen wild wachsender Orchideen. Die ältesten Nachweise über die Orchideen der Rhön sind bescheidener; sie finden sich in Regionalfloren des 18. bis 19. Jahrhunderts.
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Orchideen in der Rhön:
Orchideenhybriden

Manche Naturfreunde können gar nicht genug von Orchideenhybriden bekommen. So verwundert es nicht, dass vielerorts – leider auch in der Rhön – offensichtlich künstliche Hybriden heimischer oder gar mediterraner Orchideen angesalbt wurden. Trotz dieses faden Beigeschmacks sind natürlich vorkommende Hybriden eine nährere Betrachtung wert, denn in der Evolution der Orchideen kommt der Hybridisierung eine große Bedeutung zu.
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Orchideen in der Rhön:
Biologie

Charles Darwin schrieb dem Orchideenkundler John Lindley einmal: »Orchideen haben mich mehr fasziniert als fast alles andere in meinem Leben.« Diese Faszination geht für den Naturfreund natürlich zunächst vom prächtigen Erscheinungsbild der Orchideen aus. Beschäftigt er sich jedoch intensiver mit dieser Pflanzenfamilie, so wird er von der Biologie der Orchideen ebenso fasziniert sein. Die Orchideen bestechen nämlich nicht nur durch ihre einzigartig schönen Blüten, sondern auch durch ihre Physiologie und Lebensweise.
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Orchideen in der Rhön:
Die Pflanzenfamilie der Orchideen

Seit Menschen die Natur beobachten, sind sie fasziniert vom eigenartigen Wesen der Orchideen. In der Tat nehmen sie im Reich der Pflanzen eine herausragende Stellung ein: Keine andere Pflanzenfamilie hat einen so großen Formen- und Farbenreichtum entwickelt, und keine andere konnte so viele Arten hervorbringen. Je nach Auffassung werden weltweit 25.000 bis 30.000 Spezies unterschieden – und das, obwohl die Orchideen nicht nur als größte, sondern gleichzeitig auch als relativ junge Pflanzenfamilie gelten.
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Orchideen in der Rhön:
Naturschutz

Alle in Deutschland wild wachsenden Orchideen sind gesetzlich geschützt und dürfen weder gepflückt, ausgegraben noch sonstwie beschädigt werden. Weil Orchideen in besonderer Weise die Schönheit und die Reichhaltigkeit unserer heimischen Umwelt verkörpern, kommt ihnen in mancher Hinsicht eine Schlüsselrolle im botanischen Artenschutz zu. Denn Orchideen sind Bioindikatoren für den Zustand ihres Lebensraumes, und ihre Standorte bieten meist auch weiteren, nicht minder seltenen und schützenswerten Pflanzen und Tieren Zuflucht. Doch mit dem Artenschutz allein ist es nicht getan, denn die meisten heimischen Orchideenarten sind ebenso auf den Schutz und die Pflege ihrer Lebensräume angewiesen. Um die ökologische Vielfalt der Rhön zu erhalten, wurden viele herausragende Gebiete unter Flächennaturschutz gestellt.
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Orchideen in der Rhön:
Orchideenlebensräume in der Rhön

So unterschiedlich die heimischen Orchideen sind, so verschieden sind auch ihre Lebensgewohnheiten und Lebensräume. Sie bevölkern Buchenwälder genauso wie Halbtrockenrasen, Nadelwälder, Borstgrasrasen, Sümpfe und Moore. Dabei kommt aber nur ein Teil der heimischen Arten in den Lebensräumen vor, die von Natur aus an ihren Standorten angesiedelt sind. Das heißt: Hätte der Mensch den Orchideen nicht zusätzliche Lebensräume geschaffen, so wären zahlreiche Arten in der Rhön wohl gar nicht heimisch.
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