Lofoten

Die Inselgruppe der Lofoten im Norden Norwegens, jenseits des Polarkreises, schiebt sich weit ins Nordmeer hinaus. Der Wechsel von Fjorden, Stränden, grünen und schroffen Gebirgszügen macht diese Landschaft so einzigartig. Im klaren Licht des Nordens erscheinen die Lofoten surreal, traumhaft.

Die »Kong-Olav-Straße« E10 führt von der Fähre Melbu-Fiskebol durch die gewaltigen Lofotenlandschaften bis ans äußerste Ende der Lofoten, zur Ortschaft Å. Je näher der Endpunkt rückt, desto dramatischer wird die Streckenführung. Ganz zum Schluss, auf der Insel Moskenesøya hält diese Choreographie einen Höhepunkt bereit: Das kleine Dorf Hamnøy – eines der berühmtesten Motive Skandinaviens.


Das kleine Dorf Hamnøy auf der Insel Moskenesøya – eines der berühmtesten Fotomotive Skandinaviens

Das Bergmassiv der Lofoten wird »Lofotwand« genannt, steil ragen die Gipfel direkt aus dem Meer auf. Der Berg Vågakallen (942 m) auf der Insel Austvågøy, in der Nähe von Kabelvåg, ragt als gewaltige Felspyramide direkt aus dem Meer auf. Er gehört zu den lohnendsten und begehrtesten Gipfelzielen der Lofoten. Schon auf dem Normalweg ist er schwierig, und durch seine Nordwand führen äußerst schwierige Bigwall-Kletterrouten.


Landschaft am Morfjord

Der Morfjord auf der Insel Austvågøya gehört zu den stillen Winkeln der Inselgruppe, da er abseits der Hauptrouten liegt. der Meeresarm ist von starken Kontrasten geprägt: Weißer Sand, eine salzige Brise der Atlantikluft, und dahinter die bleischweren, dunkelgrünen Berge. Hier erlebten wir die beeindruckende Klarheit eines nordatlantischen Morgens, die Klaus Böldl in ‚Die fernen Inseln‘ so markant beschrieben hat:

»Am späten Vormittag hatte die Sonne an Kraft gewonnen, die milchigen Hochnebel binnen einer halben Stunde auszulösen, und alles war in jene nordatlantische Überdeutlichkeit gerückt, von der man aus der Erinnerung nicht mehr sagen kann, was den stärkeren Eindruck gemacht hat: die vor Wirklichkeit strotzenden Dinge oder das wie selten sonst wahrnehmbare Nichts zwischen diesen Dingen, in das man ja irgendwann eingehen wird.«


Die Klarheit eines nordischen Morgens: Blick über den Grunnførsfjorden

Bilder der Reise auf flickr

eine Auswahl von Fotos der Reise

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